Willkommen auf ..."Navi, schöne Route"

Ja. Es gibt sie. Die > nicht symptomatisch jagenden < Hunde. Da unterstütze und begleite ich tatsächlich  zum "Profi-Familien-Jagdbegleithund", dank JET Jagdersatztraining.

Doch:

Bevor ich überhaupt ins JET mit einem Mensch-Hund-Team einsteige, schaue ich ganz genau hin. Ich höre zu. Ich nehme wahr. Ich führe in meinem Kopf zusammen, was ich zu lesen bekam, was ich daraus für mich schliesse, ich überprüfe mit dem was ich sehe, live. Das weist mir den Weg. Ganzheitlich.

Erstgespräch, erstes Training

Ohne dass ich heute Nachmittag konkrete Trainingsanleitungen gegeben hätte, waren wir gemeinsam in von mir beabsichtigt  gemässigtem Tempo unterwegs. Ab und wann gab ich in einer konkreten Situation eine direkte Hilfestellung, weil der Hund sie benötigte.

Ich brauche unerwünschtes Verhalten nicht zu sehen, um mich zu vergewissern, wie dieser Hund in der  Situationen XY reagiert. Ich weiss, wie ein "aggressiv gestimmter", "jagender", "ängstlicher", etc. Hund aussieht. Ich führe niemanden "in den Salat". Das ist unnötig.

Und es wäre höchst unprofessionelles Verhalten meinerseits.

 

Unser Spaziergang sollte geprägt sein vom gegenseitigen Kennenlernen, unserem Erstgespräch.

Er sollte auch dazu dienen, mein Bild, das ich mir aufgrund der Schilderungen machte, zu überprüfen mit dem, was ich live erleben konnte. Bilder zusammenfügen. Vergleichen. Quittieren. Vielleicht auch gleich wieder verwerfen.

 

Bringe ich diese einzelne Bilder zusammen?

Das ist meine Leitfrage und mein Tun beim ersten Treffen.

 

Wähle: Navi, schöne Route

Das Team war wohl die letzten Jahre sehr schnell unterwegs.

Mit schnell,  meine ich schnell. Im Alltag. Im Training. In Art, Qualität und Quantität.

 

Meine Annahme, der Hund reagiere sehr empfindlich auf jegwelche Reize genau wegen diesem Tempo,  bestätigte sich. So gestaltete ich unseren Spaziergang bewusst mit der Einstellung: "Navi, schöne Route".
Weg von "Navi, Schnellstrasse". Auch weg von "Navi, Hauptstrasse". 

Das Team sollte sich entspannen, entschleunigen, wohl fühlen.

Mit Raum.
Mit Zeit.
Zum Sein.
Mit Hund.
Mit Mensch.

Aktiv zuhörend.
Zusammen.

 

Der Hund sollte seinen Spaziergang geniessen dürfen. Hier und da erkunden. Dort und da schnüffeln. Sich mit der Umwelt und der fremden Umgebung beschäftigen.

 

Und dann ist es wieder, wie so oft in der Vergangenheit mit anderen Hunden, passiert....:

 

Er bleibt einfach stehen...

Was tut der Hund an den 5 Rehen?!?!

 

Er bleibt stehen.

Er guckt.

Und zwar lange!

Seine Körperhaltung ist aufmerksam in die Richtung des sichtbaren Wilds ausgerichtet.
Er bleibt aber die ganze Zeit über ansprechbar.

Er kann sich auf die freundliche Frage hin hinsetzen.

Er kann auf die freundliche Frage, ob er auf den Baumstamm hüpfen kann, springen.

 

Er ist mit und bei seiner Bezugsperson.

  • Am Wild.
  • Im Wechsel des Wilds.

Das Jagen ist nicht DAS Hauptthema dieses Teams!

Zurück ins Gleichgewicht

Ich bin überzeugt, haben wir die Stressoren weitgehend alle aufgedeckt und ausgeräumt, wird vom so genannten "unerwünschten Jagdverhalten" nicht mehr viel übrig bleiben. Der Trainingsschwerpunkt während unserer Zusammenarbeit ist also primär nicht die Arbeit am unerwünschten Jagdverhalten.

 

Der Schwerpunkt ist:

Zurück ins seelische, emotionale und körperliche Gleichgewicht.

 

Es ist eine wunderbare Arbeit.

Und die Erlebnisse wie dieses heute Nachmittag, machen meine Leidenschaft "Training mit Mensch und Hund" zu dem was es ist:

 

Wahnsinnig glücklich machende, befriedigende Momente.

Mit Emotionen, Herz, Verstand.

An der frischen Luft.

Mit netten Menschen.

Und ihren zauberhaften Hunden.

Aufzeigen, Erklären.

Vertrauen ins eigene Bauchgefühl zurückgebend!

In glückliche Gesichter schauen.

Ein Hund, der seinen Kopf am Ende in den Schoss seines Menschen legt. Freiwillig. Vertraut.

 

Dankeschön.

Für das Vertrauen. Zuallerst für dein eigenes in dich!!

Und dann das Vertrauen in mich.

Merci!

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