Abbruchsignal aufbauen mit der Rütteldose

Konsequentes Lernen mit Spass

Die Rütteldose (eine mit Steinen befüllte Blechdose oder Petflasche), wie auch die Wurfkette und Trainings-Disks sind in der Hundeerziehung wiederholt anzutreffen.

Sie werden empfohlen, störendes Hundeverhalten, zum Beispiel Bellen, "zuverlässig ‚abzustellen‘".

Störendes, unerwünschtes und sogar gefährliches Hundeverhalten kann, soll, resp. muss tierschonend und effizient verhindert werden

Laut und anstrengend ist, resp. war er...,

unser liebenswerte Fly, der Podenco

 

Dass solche Spaziergänge weder für Mensch noch für Hund ein Genuss sind, ist klar! Frustration macht sich auf Dauer an beiden Enden der Leine mächtig breit!

 

Deshalb ist es richtig und wichtig, an diesem Verhalten zu arbeiten.


Aufgepasst bei Hilfsmitteln in der Hundeerziehung

Bei seinmithund.ch praktizieren wir auch bei unerwünschtem Verhalten des Hundes mit modernem, lernförderlichem Training für Menschen und Hund!

Das bedeutet im kurz gefassten Klartext:

Zeitgemäss trainierte Abbruchsignale

  • sollen so frustrationsarm wie irgend nur möglich aufgebaut werden,
  • dürfen nicht Angst machen oder Schmerzen verursachen. 

Zeitgemäss aufgebaute Abbruchsignale machen und bringen Spass!! Beiden Enden der Leine.

Das Hilfsmittel Rütteldose als Abbruchsignal

Aufgebaut werden Hilfsmittel wie Rütteldose, Wurfkette und Trainingsdisks in der Regel über Zufügen von

  • Frustration, das heisst mit
    Vorenthalten / Wegnehmen von Futter, Spiel, Aufmerksamkeit, Zuwendung
  • Schreck, Angst und/oder Schmerz, das heisst mit
    Hinzufügen von erschreckenden, manchmal auch schmerzhaften Geräuschen, resp. Dingen

Zeitgemäss arbeitende Hundemenschen lehnen diese Vorgehen ab.

Nicht, weil sie störendes Hundeverhalten einfach erleiden oder vernachlässigen würden, sondern, weil sie auf Ausbildungsmethoden gründen, die die starke, vertrauensvolle und glückliche Hund-Mensch-Beziehung sehr in Mitleidenschaft ziehen. Diese Praktiken öffnen nämlich weiteren problematischen Hundeverhalten Tür und Tor.

Positives Training ist nicht immer positiv genug

  • Gutes belohnen
  • Schlechtes ignorieren
  • und vielleicht nur manchmal ein bizzeli strafen

ist keine zuverlässige – leider aber eine zu häufig beobachtete Praktik. Sie bringt eben mehrheitlich nicht die raschen, gewünschten Veränderungen.

Quelle: rapgenius.com
Quelle: rapgenius.com

Sich in die Länge ziehendes Training ist der Grund, dass das Ausbilden mit Belohnungen oft belächelt abgetan, kritisiert, respektive stark angezweifelt, ja sogar ins Lächerliche gezogen und als  „Kuschel- / Wattebäuschchentraining“ benannt wird.

Strafen wirken halt schneller

KritikerInnen und GegnerInnen des Trainings mit Belohnungen sehen sich sofort bestätigt, dass Zitat: "Bestrafungen halt viel schneller wirken".

Das ist einer der Gründe, weshalb sich diese Bestrafungstechniken so hartnäckig erhalten. Weil positives Training nicht gut genug durchgeführt wird. - Das ist schade und unnötig.

Es steht ausser Diskussion, dass (korrekt ausgeführte!) Bestrafungen tatsächlich wirken. Nur können wir nie garantieren, bestehende Risiken und unerwünschte Nebenwirkungen gänzlich zu kontrollieren, resp. zu eliminieren.

Ausserdem ist die Wegweisend Positive Verstärkung eine Lebenseinstellung, in welcher unfaire Strafen keinen Platz haben.

Schnelles Lernen mit passenden Belohnungen: Starkes Training

Es ist einfach:

Es lohnt sich, nur sehr gut hinzuschauen, ob das durchgeführte „positive Training“, tatsächlich auch effizient und sorgfältig umgesetzt wird:

  • Lernen passiert immer.
  • Und Lernen passiert sehr schnell!

Starkes, auf zügig erwünschte Lernziele gestaltetes positives Training berücksichtigt:

  1. unerwünschtes Verhalten wird weitestgehend verhindert
  2. gründet auf einem sorgfältig durchdachten, kleinschrittig aufgebauten Trainingsplan
  3. fehlerfreies Lernen wird gefördert, ermöglicht
  4. der Trainingsplan wird konsequent umgesetzt

In 20 Tagen zum neuen Wortsignal, Abbruchsignal sei Dank

Oft wird „Konsequenz sein“ mit „Druck aufsetzen“ und "sich mit Vehemenz durchsetzen“ verwechselt oder gleichgesetzt.

Dabei bedeutet "Konsequenz" weder „Laut“ noch „Körperkraftakt“, sondern einfach beständig, regelmässig - mit Weitsicht zum Erfolg führen.

Das Training ist mit Leichtigkeit in den Alltag, in das Sein mit Hund integriert.

Lernhilfe Rütteldose

Fly, der Podenco, hat das neue Abbruchsignal "Merci" in nur 20 Tagen dank der konsequenten und gewissenhaften Umsetzung der Besitzerin gelernt.

Die gesamte Lernzeit dauerte lediglich vom 12. Februar 2014 bis zum 5. März 2014.

"Merci" wurde aufgebaut

  • über die direkte Verknüpfung: Rappeln kündigt Spass, resp. Gutes an

  • mit Struktur gebenden Hilfen: Fördern des fehlerfreien Lernens in reizarmer, vertrauter Umgebung (zu Hause), schrittweises in den Garten transportieren der einzelnen Lernschritte

  • und durch korrekt umgesetztes Ersetzen des Rappelns mit dem Hörsignal „Merci“.

Das Abbruchsignal „Merci“ wird schlussendlich erfolgreich

  • vom Indoor-Training
  • aus dem Garten
  • in die alltäglichen Spaziergänge integriert.

 

Wir sind am Trainingsendziel angelangt. Innerhalb von 20 Tagen haben wir ein neues Verhalten trainiert!

Fly soll bellen dürfen (schliesslich bellen Hunde!).

Er soll aber auch auf ein freundlich aufgebautes Signal damit stoppen.


Hundeverhalten aktivieren – nicht hemmen!

Wir haben Fly in seinem gesamten Verhalten gezielt aktiviert. Wir arbeiten an

  • Vertrauen
  • Spass und
  • positiv gestimmter Erwartungshaltung
  • reich gefülltem Glücksbudget

beim Hund; besonders auch dann, wenn wir ihn in seinem überschäumenden Temperament stoppen wollen.

Das Training geht weiter.

Training ist Alltag! - ist Sein Mit Hund!

 

Copyright: Eva Zaugg seinmithund.ch, im März 2014